Aufsteigende Feuchtigkeit. Eine Definition.

Aufsteigende Feuchtigkeit
Lässt Farbe blättern, löst Tapeten und: Sie stinkt!

Aufsteigende Feuchtigkeit (auch kapillare Mauerfeuchtigkeit, Kapillarfeuchte oder aufsteigende Bodenfeuchtigkeit genannt) wird von der Feuchtigkeit des Bodens verursacht, die in die Mauern eines Gebäudes aufsteigt. Die Feuchtigkeit kann innerhalb der Mauern emporsteigen, weil die meisten Baumaterialien winzige Poren enthalten. Diese Poren „saugen“ Wasser aus dem Boden, weshalb die Feuchtigkeit dann in der gleichen Weise aufsteigt wie das flüssige Wachs im Docht einer Kerze.

Das Problem:

Aufsteigende Feuchtigkeit ist nicht die am häufigsten auftretende Form von Feuchtigkeit in Gebäuden, das ist der Kondensation vorbehalten. Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass ein großer Teil älterer Gebäude zum einen oder anderen Grad von aufsteigender Feuchtigkeit befallen ist. Die damit verbundenen Problemstellungen sind die positive Identifikation, angemessene Behandlung und begleitenden Arbeiten.

Zweck dieses Handbuchs ist Aufklärung und Information für alle diejenigen, die auf irgendeine Art mit der Behandlung von aufsteigender Feuchtigkeit in Gebäuden zu tun haben. Es wird davon ausgegangen, dass der Leser bereits über fachspezifisches Grundwissen verfügt, und hier darauf aufbauen möchte. Das Handbuch befasst sich mit den gängigsten, im Umgang mit aufsteigender Feuchtigkeit auftretenden Situationen. Es befasst sich allerdings nicht mit strukturellen Abdichtungen (Wannengründung).

Das Handbuch beschreibt die Identifizierung von Feuchtigkeitsproblemen in Gebäuden, und den Einsatz von batisecc C und begleitende Arbeiten zur Beseitigung von aufsteigender Feuchtigkeit. Es wird empfohlen, das Buch vor Arbeitsbeginn genauestens durchzulesen. Schließlich müssen Nutzer von chemischen Feuchtigkeitssperrschicht - Systemen über alle, eventuell mit diesem Vorgang verbundenen Gefahren und Risiken informiert sein, und sich ihrer Verpflichtungen bewusst sein. Weiterhin wird angeraten, sicherzustellen, dass Eigentümer ggf. die gesetzlichen Bestimmungen zu Grundstücksbegrenzungsmauern bzw. Wohnungstrennwänden befolgt haben.

Inhaltsverzeichnis


Ein kurzer Abriss

Wie hoch steigt die Feuchtigkeit

Wie weit die Feuchtigkeit in einer Mauer emporsteigen kann, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, darunter der Porengröße im Mauerwerk, der Art der Tapete oder des Anstrichs, und des Feuchtegrades des Erdreichs. In den meisten Fällen steigt sie jedoch nicht höher als 1,50 Meter. In Extremfällen (z.B. wo die Wand mit einer wasserundurchlässigen Membran bedeckt wurde), kann die Feuchtigkeit mehr als 2 Meter hoch in der Mauer aufsteigen.

Die Hauptwege, auf denen das Wasser aufsteigt, sind die Fugen. Damit Wasser durch die Ziegel aufsteigen kann, muss es die Fugen durchqueren. Damit stellen die Fugen den einzigen kontinuierlichen Weg dar, auf dem Wasser im Mauerwerk aufsteigen kann. Wenn ein Haus aus undurchlässigen Ziegeln gebaut ist, kann Wasser immer noch durch die Fugen aufsteigen, wenn aber undurchlässiger Mörtel verwendet wird, steigt kein Wasser auf, selbst wenn die Ziegel selber sehr porös sind.

Die Fugen sind daher bei der chemischen Behandlung aufsteigender Feuchtigkeit besonders wichtig.

Grundwasser enthält geringe Mengen löslicher Salze, darunter Chloride, Nitrate und Sulfate. Diese steigen im Wasser gelöst durch das Mauerwerk auf und bleiben bei der Verdunstung als Rückstände zurück. Nach vielen Jahren aktiver aufsteigender Feuchtigkeit sammeln sich große Mengen dieser Salze im Mauerwerk und in den Fassaden bzw. Dekorationen an, wo sie meist in einem generellen „Salzstreifen“ in Maximalhöhe der Feuchtigkeit konzentriert sind. Oft befinden sich Konzentrationen dieser Salze auch sehr weit unten an der Mauersohle.

Sowohl Chloride als auch Nitrate haben im Allgemeinen hygroskopische Eigenschaften, d.h. sie können Feuchtigkeit aus der näheren Umgebung absorbieren, und allgemein lässt sich feststellen, dass je höher der Salzgehalt, desto größer die Absorptionsrate von Feuchtigkeit, insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit. Es ist also möglich, dass die aufsteigende Feuchtigkeit zwar durch Einsetzen einer instandsetzenden Feuchtigkeitssperrschicht beherrscht wurde, das Mauerwerk und ggf. befallene Fassaden bzw. Dekorationen aber aufgrund der Salze weiterhin feucht bleiben.


Woher weiß ich, ob es aufsteigende Feuchtigkeit ist?

batisecc C ist ganz spezifisch gegen aufsteigende Feuchtigkeit entwickelt worden; es ist deshalb wichtig, dass Sie sich vor Behandlungsbeginn über die Ursache der Feuchtigkeit wirklich ganz sicher sind. Andere Arten von Feuchtigkeit in Gebäuden (z.B. Kondensation, seitlich eindringende Bodenfeuchtigkeit, Eindringen von Regenwasser etc.) werden nämlich anders bekämpft – rufen Sie Ihren örtlichen batisecc-Händler an, um Näheres zu erfahren.

Die Diagnose von Feuchtigkeit in einem Gebäude sollte stets durch einen Sachverständigen erfolgen. Es gibt jedoch typische Merkmale aufsteigender Feuchtigkeit:

  • Die Feuchteschäden sind auf die unteren 1,50 m an Wände im Erdgeschoss begrenzt
  • Feuchte oder verrottete Sockelleisten
  • Ablagerung von Salzen (Ausblühungen) an den Wänden

Was kann ich gegen aufsteigende Feuchtigkeit tun?

batisecc C Horizontalsperre

batisecc C wird mit einer einfachen Handpistole in eine Reihe Bohrlöcher eingebracht, die in die Lagerfuge gebohrt werden. Nach der Einbringung nutzt die batisecc C die in der Wand enthaltene Feuchtigkeit, um sich genau dahin zu verteilen, wo es am nötigsten ist, bevor sie zu einem wasserabweisenden Harz aushärtet.

In diesem Wirkungskreis wird der Stein überall dort von innen imprägniert, wo sich die Feuchtigkeit befindet. Es ist dabei völlig unerheblich, ob es sich um Vollstein, Lochstein, Bruchstein, Ytong, Poroton oder zwei- schaliges Mauerwerk handelt. Überall, wo Wasser ist, werden die offenen Kapillaren in Stein und Mörtel wasserabweisend beschichtet.